Kein schneller Tod

Eisfuchs
© The Kav / flickr.com
 
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  • Tötung
     

    Oft nicht kurz und schmerzlos

    Glück haben diejenigen Pelztiere, die sofort das Genick brechen, wenn die Falle zuschnappt. Aber auch in der Pelzfarm sterben viele Tiere keinen schnellen und gnädigen Tod. Je nach Methode dauert das Sterben lang.

     

    Ersticken

    Wird Pelztieren wie der Nutria oder der Bisamratte mit Unterwasserfallen nachgestellt, so kämpfen Tiere, die sich darin verfangen, oft bis 20 Minuten lang um ihr Leben, bevor sie ertrinken oder in einer verbrauchten Luftblase ersticken.

     

    Genickbruch

    Töten durch Genickbruch führt bei Nerz und Chinchilla bei ordnungsgemässer Durchführung schnell zum Tod. Die Tiere werden durch einen Schlag oder mit Elektroschock betäubt und an den Rand eines Brettes gelegt. Danach wird der Kopf stark nach hinten, dann plötzlich nach vorne gezogen, wobei die Wirbelsäule bricht und die Nervenbahnen zwischen Kopf und Rumpf getrennt werden.

     

    Erschlagen und lebend gehäutet

    Robbenbabys werden auf dem arktischen Packeis mit Keulen erschlagen, dabei aber oft auch nur betäubt und daher bei lebendigem Leib gehäutet. In Pelzfarmen wird der Stockschlag von vorn auf den Gesichtsschädel bei Tieren angewandt, deren Fleisch zur Fütterung verwendet werden soll. Bei unpräzisen Schlägen stirbt das Tier nicht auf der Stelle und erleidet unnötige Qualen. Das Totprügeln von Marderhunden und auch Haushunden und -katzen wird in China regelmässig praktiziert. Dabei erfolgt die Häutung der so gequälten Tiere oft noch bei lebendigem Leib.

     

    Erschiessen

    Seehunde werden mit dem Gewehr gejagt. Viele werden dabei nur angeschossen, entkommen und verenden erst später qualvoll an den Verletzungen. Bolzenschussapparate kommen in einigen Pelzfarmen zur Anwendung. Sie wirken ähnlich wie das Erschlagen mit Keulen.

     

    Elektrokution

    Füchse werden meist mit Strom getötet. Dazu wird eine Elektrode in den After des Tieres eingeführt, eine andere in sein Maul. Der Stromschlag tötet zwar meist sofort, aber das Einfangen, Festhalten und "Präparieren" der Füchse verursacht Angst und Stress. Oftmals werden als Stromquellen Autobatterien verwendet. Mit zunehmender Betriebsdauer tötet der Strom nicht mehr sofort, sondern es muss manuell nachgeholfen werden.

     

    Vergasen

    Die meisten Nerze werden mit Kohlendioxid (CO2) oder Kohlenmonoxid (CO) vergast. Hoch konzentriertes CO2 betäubt zwar schnell (der Tod tritt erst später ein), beunruhigt aber zuvor durch heftiges Stechen in den Atemwegen. Da Nerze tauchen können, versuchen sie die Luft anzuhalten und den Kopf über dem Niveau des Gases zu halten. CO wird meist vom Auspuff eines Traktorenmotors in eine abgedichtete Kiste geleitet. Im Auspuffgas verlieren die Nerze nach ca. 40 Sekunden erfolglosen Kampfes das Bewusstsein. Wird das Gas aber nicht gekühlt und gefiltert, verursacht es starke Reizungen.

     

    Vergiften

    Verschiedene tödliche Injektionen werden benutzt, um Pelztiere einzuschläfern. Manche können Tiere auf schmerzlose Weise töten, aber andere wirken erst nach mehreren Minuten. In dieser Zeit können die Tiere äusserst starke Schmerzen erleiden. Für Massentötungen werden Impfpistolen verwendet.