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Farmhaltung
Scheue Wildtiere in Massentierhaltung
Die Pelzindustrie züchtet und tötet jährlich weit über 50 Millionen Tiere weltweit. Ein grosser Teil wird auf sogenannten Pelzfarmen gehalten. Pelztiere sind Wildtiere. Sie benötigen naturnahe Umgebungsbedingungen für ein artgerechtes Leben. In der Pelzproduktion zählt jedoch nur der Pelz, das Tier als solches ist unwichtig. Der nachfolgende Überblick zeigt die grundsätzlichen Belastungen, denen die Tiere in dieser tierquälerischen Massenhaltung ausgesetzt sind. Eine detailierte Beschreibung der Haltungsprobleme individueller Pelztierarten finden Sie hier.
- Die Haltung auf Drahtgitterböden verursacht schmerzhafte Verletzungen und Deformationen an den Pfoten. Bewegungsmangel und fehlende biologische Stimuli führen zu Kreislaufschäden und Verhaltensstörungen (beispielsweise stereotypes hin-und-her-Laufen oder Schwanzbeissen).
- Für Tiere, die in der Wildbahn ausgedehnte Reviere beanspruchen, ist das Fehlen von Auslauf oder Versteckmöglichkeiten besonders qualvoll, für an Gewässer gebundene Tiere wie Nerze und Sumpfbiber das Fehlen einer Schwimmgelegenheit.
- Da die meisten Pelztiere Arten mit einzelgängerischer Lebensweise angehören, verursacht der Zwang zum Zusammenleben mit Tausenden von Artgenossen mit Lärm und Gestank dauernden Stress.
- Die Massentierhaltung führt zu prekären hygienischen Bedingungen und macht die Tiere anfällig für Krankheiten. Dies kann den regelmässigen Einsatz von Medikamenten und Wachstumsförderern nötig machen.
- Ein Verenden des Tierbestandes kann oft nur durch Desinfektion des gesamten Farmgeländes verhindert werden. Die verwendeten Chemikalien sowie die hohe Konzentration von Kot und Urin belasten Boden und Gewässer.
- Gefüttert werden die Tiere mit einem Futterbrei aus Schlacht- und Fischabfällen. Häufig sind darin auch die Kadaver der bereits gehäuteten Artgenossen enthalten. Diese nicht artgerechte Fütterung (Nerze, Iltisse, Marderhunde und Füchse beispielsweise sind Raubtiere mit einem entsprechenden Gebiss) fördert nicht nur Krankheiten, sondern verunmöglicht auch ein natürliches Fressverhalten.
