Nur pelzfrei macht Sinn

 
  • Mitteilung des Pelzfachverbands zum OA-Label
  • Webseite, welche darüber informiert, woher Origin-Assured Pelz wirklich stammt
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  • Labels – unproblematisch?
     

    Im Zweifelsfall pelzfrei

    Labels könnten für verantwortungsbewusste KonsumentInnen eine echte Hilfe sein. Wie in anderen Bereichen auch, ist es oftmals schwierig, sich im Labeldschungel zurecht zu finden. Denn je nach Herkunft des Labels steht es tatsächlich für tiergerechte Produkte oder es ist ein trickreicher Schachzug zur Verschleierung der Produktionsmethoden. Wem das Tierwohl wirklich am Herzen liegt, dem bleibt letztlich nur die Lösung, pelzfrei einzukaufen.

     

    Top! – " Fur Free Fox"

    Die Fur free alliance - der auch der Schweizer Tierschutz angehört - hat ein Label entwickelt, das Kleiderläden, Modemarken und Boutiquen verwenden dürfen, wenn sie auf Echtpelz verzichten. Wo ein schlafendes Füchslein mit dem Schriftzug "Hier wird kein Tierpelz verkauft" am Eingang prangt, können Tierfreunde also sicher sein, mit ihrem Kauf nicht die Tierquälerei in der Pelzindustrie zu unterstützen. Bis jetzt stehen 14 Firmen auf der Liste, welche auf der Homepage des STS veröffentlicht ist und laufend aktualisiert wird. Dieses Label kann uneingeschränkt empfohlen werden.

     

    Wenig hilfreich – Label des IFTF

    Der Internationale Pelzhandelsverband (IFTF) hat Richtlinien für die Kennzeichnung von Pelzprodukten herausgegeben, die auch für die Schweiz gelten. Ein gut sichtbares Etikett soll Auskunft geben über die Tierart mit der wissenschaftlichen Artbezeichnung in Lateinisch, Englisch und der Landessprache. Daneben soll es Pflegehinweise und den Namen des Herstellers enthalten. Gerade bei Accessoires und Kleidern mit Pelzbesatz fehlen solche Etiketten jedoch. Die Art der Produktion fehlt ebenso wie die Herkunft des Fells, womit es sich lediglich um eine unbrauchbare Pseudo-Deklaration handelt.

     

    Wenig hilfreich – Produktdeklaration SPFV

    Der Schweizerische Pelzfachverband (SPFV) führte 1996 als europaweit erster Verband eine umfassende Produktedeklaration ein. Diese soll Auskunft geben über: Fellbezeichnung, Herkunft der entsprechenden Felle, Art der Gewinnung, Veredelungsart und Verarbeitungstechnik. Accessoires und Kleider mit Pelzbesatz stammen mehrheitlich aus Warenhäusern. Diese sind nicht Mitglieder des SPFV und haben sich zu keiner Kennzeichnung verpflichtet. Auch der SPFV kann die Herkunft der Felle jedoch nicht verbindlich deklarieren, da sich deren Weg nach den grossen Auktionen verliert. Dieses Label hilft wenig.

     

    Flop! – Label OA "aus gesicherter Herkunft"

    Mit der Marke "Origin Assured" hat der IFTF zusammen mit American Legend Cooperative, Finnish Fur Sales, Kopenhagen Fur und North American Fur Auctions ein Label eingeführt, das die Herkunft des Pelzes belegen soll. Es sei die wichtigste Initiative des Pelzhandels seit Jahren, so die Website der Gründer. Das Label existiert für Pelze von Farmtieren (Origin Assured Farmed Fur) und von Tieren aus Jagd (Origin Assured Wild Fur) und ist freiwillig.

    OA soll beim Konsumenten Vertrauen schaffen und versichern, dass der Pelz aus einem Land stammt, in dem nationale oder regionale Verordnungen oder Standards bei der Pelzproduktion in Kraft sind. Für dieses Label wird im grossen Stil geworben: Die Modeschöpfer Karl Lagerfeld, Oscar de la Renta, Roberto Cavalli und John Galliano werben mit Statements für OA: "Buying Origin Assured furs removes a lot of questions for a customer. It allows her to buy fur with confidence." Fragen zu stellen ist hier also nicht erwünscht. Dieses Label täuscht Seriosität und staatliche Kontrolle vor, bestätigt tierquälerische Farmhaltung und ist deshalb keine Empfehlung.

     

    Swiss Red Fox

    Mit der Kampagne Swiss Red Fox bewirbt der Schweizer Pelzfachverband eine Herbstkollektion von Pelzmode aus gejagten Schweizer Rotfüchsen. Die Kampagne wird damit begründet, dass jährlich in der Schweiz 40'000 Füchse erlegt werden, um den Fuchsbestand gesund zu erhalten und das natürliche Gleichgewicht zu wahren. Diese Begründung ist wildbiologisch unhaltbar und wissenschaftlich unnsinnig. Bei "Swiss Red Fox" handelt es sich somit um ein Ablenkungsmanöver, um von der tierquälerischen Pelztierhaltung in Farmen abzulenken.